Strompreisentwicklung
StrompreiserhöhungAusgeträumt: Statt günstigen Strom wartet die nächste StrompreiserhöhungViele Gründe führen zu steigenden Stromkosten: Netzausbau, Nachrüstung der Atomkraftwerke, Ausbau der Erneuerbaren Energien, Gewinne von Energiekonzernen oder hoher Energiebedarf. Doch egal welche Argumente herangezogen werden, die Verbraucher müssen stetig mehr bezahlen. Die Strompreise stiegen in den letzten zehn Jahren um rund 60 Prozent. Alle, die sparen möchten, sollten sich energieeffiziente Geräte anschaffen, auf Standby verzichten oder den Anbieter wechseln. Wer sich jedoch ganz vom Stromanbieter und steigenden Kosten befreien möchte, sollte eine eigene Solaranlage planen. |
Ein Mittagessen, das für vier Personen auf dem Elektroherd gekocht wird, verbraucht eine Kilowattstunde Strom. Vor zehn Jahren kostete es nur 13,94 Cent. Heute muss eine Familie tiefer in die Haushaltskasse greifen und etwa 24,95 Cent für eine Kilowattstunde ausgeben. Doch dabei wird es nicht bleiben. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen schätzt, dass im nächsten Jahrzehnt die Kosten um 60 Prozent nach oben gehen. .
Strompreisentwicklung in Deutschland
Im europäischen Vergleich entrichten deutsche Haushalte fast die höchsten Steuern und Abgaben, wenn sie die Stromrechnungen begleichen (Zahlen 2010). Nur in Dänemark wurde mehr gezahlt. Die Strompreiserhöhungen lassen sich durch gestiegene staatliche Belastungen, Netzgebühren und höheren Strombedarf erklären, nicht ausschließlich durch die EEG-Umlage Derzeit überweist ein Drei-Personen-Haushalt jeden Monat rund 69 Euro an den Stromanbieter. Davon entfallen etwa zehn Euro auf die EEG-Umlage. Doch was sind dann die Preistreiber?
Siehe auch: http://www.everenergy.de/aktuelle-eeg-einspeiseverguetung/
Strompreis in Deutschland
Der Strompreis setzt sich aus drei großen Teilbereichen zusammen (vgl. Grafik nach Schätzung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin/ März 2011):
- staatliche Belastungen wie u.a. Stromsteuer, EEG-Umlage, Konzessionsabgabe und Umsatzsteuer (circa 46 Prozent)
- Beschaffungskosten von Strom an der. Strombörse (etwa 34 Prozent)
- Netzentgelte (rund 20 Prozent).
Das Umweltbundesamt erklärt, dass sich etwa 85 Prozent der bisherigen Strompreissteigerungen nicht mit der EEG-Umlage erklären lassen. Von 1999 bis 2009 stiegen die Stromkosten für einen typischen Drei-Personen-Haushalt um monatlich 27 Euro. Zu dieser Preissteigerung trug die EEG-Umlage nur 3,25 Euro anteilig bei.
Strompreiserhöhung: Wird wohnen bald unbezahlbar?
Die Liste der eigenen Haushaltsgeräte ist lang: Kühlschrank, Computer, Fernseher, DVD-Player, Herd, Mikrowelle, Waschmaschine und Wäschetrockner. Auch in Zukunft wird der Strombedarf weiterhin wachsen. Zudem verknappen und verteuern sich die endliche Ressourcen, wie Öl und Kohle. Das lässt die Kosten für Strom aus fossilen Energieträgern enorm ansteigen, was den Verbraucher teuer zu stehen kommt. In 20 Jahren könnte er statt 69 Euro monatlich eine fast doppelt so hohe Stromrechnung erhalten.
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