Solarstrom-Rekord

Photovoltaikanlage

 

Produzierter Solarstrom im ersten Halbjahr 2011 deckt den jährlichen Strombedarf einer 520.000 Einwohnerstadt

 

Im ersten Halbjahr 2011 produzierten alle PV-Anlagen in Deutschland rund zwei Milliarden Kilowattstunden Solarstrom. Das entspricht dem Energie-Jahresverbrauch von knapp 520.000 Einwohnern und einer Ersparnis von rund 1.2 Millionen Tonnen von Kohlendioxid, die normalerweise mit dem fossilen Energiemix anfallen würden.

 

 

Photovoltaikanlage

 

Was könnte dieses Geschenk der Sonne alles ermöglichen:

Die 520.000 Menschen könnten in einer Stadt in der Größe von Leipzig leben, die aber komplett mit grünem Strom versorgt wird. Hier gäbe es keine Kohlekraftwerke. Alles wäre ein weniger grüner, sonniger und sauberer. Kein Fußgänger würde an diesem Ort mit Abgasen verpestete Luft einatmen, weil in dieser Stadt nur E-Fahrzeuge fahren. Dadurch litte man kaum unter Verkehrslärm, weil E-Roller und E-Autos viel leiser als Benziner oder Diesel fahren. Das hieße auch weniger Stress und mehr Gesundheit für die Einwohner. Denn kontinuierliche Straßengeräusche und Abgase verursachen viele Krankheiten, wie beispielsweise Schlafstörungen und Bluthochdruck. Es wäre auch nicht wie in anderen Kommunen, die an der Stadt- und Parkbeleuchtung sparen müssten.

 

Die grüne Stadt

 

Dank günstigen Solarstroms könnten…

  • Nachts alle Laternen brennen.
  • Tagsüber sähe man von Weitem die Photovoltaikanlagen auf den Dächern, Carports, Garagen und Freiflächen in der Sonne glänzen.
  • Jeder Einwohner hätte seine eigene, knapp 43 Quadratmeter große Photovoltaikanlage und erhielte etwa 1118 Euro Einspeisevergütung im Jahr.
  • So könnten die Einwohner noch mehr für die Umwelt tun und die Wohngebäude neu dämmen lassen.
  • Damit würde noch mehr Kohlendioxid und Heizkosten eingespart.
Siehe auch: Einspeiservergütung 2011

 

Doch aus der Traum:

Eine solche Stadt wird es so schnell nicht geben. In der heutigen Realität lebt jeder Bundesbürger über seine Verhältnisse. Die Summe aller Lebensgewohnheiten jedes Einzelnen verursacht knapp elf Tonnen Kohlendioxid. Ohne ein Umdenken, so erklärt der Living Planet Report (2010), reichen die Ressourcen für die wachsende Menschheit nicht mehr aus. Sonst müsste sie sich bis Mitte 2030 einen weiteren Planeten zum Leben suchen. Verbraucher können dieser Entwicklung bereits mit kleinen Veränderungen im Alltag gegensteuern.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.